In meiner Kraft, an meinen Quellen: Was ich bisher durch meine Kraftquellenforschungen gelernt habe

Jeden Tag genug Kraft haben, genau das Leben zu leben, das du dir wünscht.
Positiv denken und die beste Version deiner Selbst leben.
Dass das nicht immer einfach ist und
wie die Erforschung und Aktivierung der eigenen Quellen der Kraft dabei helfen kann,
verrate ich dir in diesem Artikel. 

Do more of what makes you happy!

„Do more of what makes you happy“ – einen hübsch verzierten Sticker mit diesem Spruch
  habe ich auf einer Präsentationsfolie eingefügt für einen Stressbewältigungsworkshop, den ich für Studierende gebe.

Kein Stress mit dem Stress!

Ist doch ganz easy.
Einfach immer das tun, was glücklich macht und Freude bereitet.
Und Zack: Kein Stress mehr mit dem Stress.
Das mindset shiften, mindful practice anwenden, Awareness praktizieren, Resilienz aufbauen, positiv denken. 

Die Glücksformel

Ganz leicht – ist alles eine Frage der Haltung und Einstellung.
Gedanken richtig programmieren und dann manifestieren,
was immer man sich wünscht und schon lebt man in Glückseligkeit.
Die Glücksformel lautet: gute Gedanken=gutes Leben, (und schlechte Gedanken=schlechtes Leben?).

Einfach machen!

Immer wenn ich mich reflektiere ist es mir auch sonnenklar,
wie einfach positiv denken ist: Einfach machen! 
Aus etlichen Workshops bin ich rausgegangen mit dem festen Willen
ab jetzt einfach nur im Alltag achtsam mit meinen Gedanken zu sein. 

Der Flow der Leichtigkeit

Den Tag mit einer Morgenroutine starten,
direkt in den Flow von Leichtigkeit tauchen und alle Herausforderungen des Tages spielend bewältigen.
Zwischendurch Pausen machen, in mich kehren, fühlen was ist und es einfach da sein lassen.
Ganzheitlich für mich sorgen: viel Wasser trinken, gesund essen und mich bewegen.
Mich mit positiven Menschen umgeben, Verhalten anderer nicht persönlich nehmen, auch wenn es mich kränkt.
Mich abends an das Positive des Tages erinnern,
Dankbarkeit praktizieren und Notizen in mein bullet journal schreiben.

Was stimmt denn mit mir nicht?

Obwohl ich das alles weiß, gibt es immer noch Tage an denen mir das alles nicht präsent ist
und ich darüber hinweg gehe. So wie in den Zeiten, in denen ich das noch nicht wusste.
Und im Unterschied zu früher fühle ich mich dann auch noch richtig mies,
weil ich es falsch mache. Alle anderen können positiv denken,
immer das Beste aus jeder Situation machen, jeden Tag zu dem schönsten ihres Lebens machen.
Und ich lerne es einfach nicht. Hoffnungsloser Fall.
Was stimmt denn mit mir nicht?
Es kann doch nicht so schwer sein, im Alltag in Balance zu sein! 

Mitgerissen vom Strudel des Lebens

Es gibt Tage, da werde ich einfach mitgerissen vom Strudel des Lebens.
Ich wache auf und plane gedanklich schon den nächsten Workshop
und vielleicht sollte ich den Katzen tagsüber kein Trockenfutter mehr geben, nicht dass sie zu dick werden.
Wie spät ist es? Und ich darf nicht vergessen bei der Rohrfirma anzurufen,
muss ja auch noch geregelt werden, wann der Kontrollschacht auf der Auffahrt versetzt wird.
Ne für Morgenroutine mit Schreiben und Bewegung habe ich jetzt keine Zeit,
in zwei Stunden kommt schon die erste Coachee ins Büro, das muss ich noch vorbereiten und Mails lesen.
Kann ja auch später noch ein Online Workout machen, habe ja ein on demand Abo….

Rien ne va plus Tage

Und abends fühle ich mich an solchen Tagen total ausgelaugt und energielos. 
Kraft mehr. Schnell noch Junkfood von der goldenen Möwe holen und Netflix an.
Rien ne va plus! Nichts geht mehr.
Jetzt bloß nicht noch Selbstvorwürfe machen, dann wird eine richtige Krise daraus.
Komm schnell noch ein 20 Minute Workout machen, damit es wenigstens den Gelenken gut geht.
Und morgen, morgen auf jeden Fall mit Morgenroutine starten!
Einige solcher Tage lassen sich abends noch mit einem 20 minute Workout, einem Spaziergang
oder einem netten Gespräch retten.
An anderen Tagen bleibt nur, mir zu verzeihen und mich zu ermutigen dran zu bleiben.

Die Gebrauchsanweisung fürs Leben

Dran bleiben, mich zu erforschen, um mehr Bewusstsein zu haben,
was mich zum Handeln antreibt und was es verhindert.
Was gibt mir Kraft, was raubt mir Kraft?
Vielleicht schaffe ich es, eine Gebrauchsanweisung für mich zu erstellen? Spoiler: nein, ich schaffe es nicht. 

Der Selbsterforschungsauftrag

Trotzdem ist die Herangehensweise richtig:
Selbsterfahrung und -entdeckung als wissenschaftlichen Forschungsauftrag verstehen.
Auch unter dem Begriff Persönlichkeitsentwicklung bekannt.
Gibt man den Begriff bei Google ein,
gibt es 4 100 000 Einträge dazu (jetzt 4 100 001). 

Ich möchte die beste Version meiner Selbst sein

Das ist ja ganz nett, dass es so viele Informationen gibt,
aber ich will ja wissen, was ich brauche, was mir gut tut.
Und nicht noch mehr Entscheidungsmöglichkeiten zur Auswahl haben oder windige Gebrauchsanleitungen lesen.
Ich weiß ja schon, dass ich die beste Version meiner Selbst sein möchte und auch wie sich mein Leben dann anfühlt:
leicht, ausbalanciert, mutig und kraftvoll.

Gefühle und so

Zum Glück gibt es ja noch dieses Leben, das mit den Menschen, auch draußen mit Gefühlen und so, meine ich.
Im Nachhinein lässt sich ja ganz gut erkennen,
was gut getan hat und welche Bereiche noch ausbaufähig sind.
Bei mir gab es einen konkreten Zeitpunkt an dem ich mich entschieden habe,
meine Entwicklung in die Hand zu nehmen und aktiv zu gestalten und mich nicht einfach so durchs leben treiben zu lassen. 

Das Fass ist voll

Bei mir war mit 27 das Fass voll.
Ich hatte zwar von außen betrachtet ein gutes Leben, aber ich konnte es gar nicht richtig genießen.
Ich hatte mich nie gefragt, wer bin ich, was brauche, was tut mir gut?
Mein Inneres war nicht mitgereift und war ein trauriges, traumatisiertes und einsames Kind.

Der größte Krafträuber

Ein mega Krafträuber waren die Wunden meiner Kindheit.
Logisch, ist ja auch ein riesiger Energieaufwand für das Gehirn täglich die schlimmen Erinnerungen zu verdrängen
und die dazu gehörigen Emotionen zu unterdrücken.

Verantwortung übernehmen

Also habe ich meine verantwortungsbewusste Selbstleitung als Kraftquelle angezapft
und mich mit Unterstützung auf den Weg in die Vergangenheit gemacht,
um meine Emotionen zu befreien und zu heilen,
damit sie mir als Kraftquelle zur Verfügung stehen und mir nicht meine Kraft rauben.

Ich lief durch jede Wüste, ich schwamm durch jedes Meer

Mittlerweile ist der Weg eine breite Allee,
gesäumt mit erhabenen, uralten Eichen, in denen muntere Vögel ihre Lieder zwitschern.
Aber zwischenzeitlich habe ich  riesige sich auftürmende Gebirge mit düsteren Schluchten,
über die wackelige Hängebrücken führten, durchwandert.
Aufgebrachte Ozeane mit gewaltigen Riesenwellen und tosenden Stürmen  durchschwommen.
Und endlose Wüsten durchquert. Immer wieder leere, einsame Wüsten. Überall Sand. Keine Ahnung wo es lang geht.

Zwei verschiedene Welten: Gedanken und Emotionen

Die Welt der Emotionen unterscheidet sich komplett von der Gedankenwelt.
Wo es in der einen Welt für alles ein Wort gibt und sich konkret benennen lässt, herrschen in der anderen Welt andere Gesetze.
Spüren und denken sind zwei völlig verschiedene Vorgehensweisen.
Für Kinder ist es ganz leicht zu spüren, wie sie sich gerade fühlen.
Wir Erwachsenen tun uns da meist schwerer.
Ich habe es neu erlernt und festgestellt, dass es nicht reicht einmal im Leben durch das Tal der Tränen zu gehen,
um sich von den miesen Gefühlen der Vergangenheit zu befreien.

Die Botschaften von Emotionen

Wäre ja schön, wenn sich negative Emotionen wie Trauer, Wut und Angst einfach auflösen ließen,
um dann nur noch positive Emotionen wie Freude und Liebe zu spüren.
Einfach nur good vibes, im Flow sein, auf der Welle surfen.
Wenn Emotionen im Alltag als Kraftquelle dienen sollen, funktioniert das so nicht.
Auch negative Emotionen sind wichtig und möchten gespürt werden.
Jede Emotion hat ihren Grund und eine wichtige Botschaft, die gehört werden möchte.

Wissen was gut tut

Meine Emotionen helfen mir zu erkennen, wie es mir gerade geht und was ich gerade brauche.
Mein Körper lässt sie mich spüren und meine Gedanken fassen sie in Worte. Im besten Fall….
Mein Körper, meine Gedanken, meine Emotionen und meine Seele wissen grundsätzlich genau was mir gut tut.
Sie sind darauf ausgelegt mir für das Leben Kraft zu geben.
Ich brauche nur achtsam zu sein, zuhören, sie verstehen und gut versorgen.

Du bist keine Waschmaschine

Also gibt es doch eine Gebrauchsanleitung? Ne immer noch nicht!
Eine Gebrauchsanleitung kann die Anwendung eines Produktes wie zum Beispiel einer Waschmaschine erklären.
Die Waschmaschine besteht aus gleichbleibenden Teilen und hat immer das gleiche Ziel: Wäsche waschen.
Das trifft ja auf uns Menschen nur bedingt zu und ich glaube,
ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster,
wenn ich behaupte, dass wir als Menschen uns von Waschmaschinen unterscheiden.

Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung.

Unser Innenleben ist kein fest montiertes Teil, wie das der Waschmaschine.
Die Teile unseres Innenlebens sind immer in Bewegung, immer anders.
Jeden Tag gibt es andere Gedanken und Gefühle, der Körper fühlt sich anders an.
Es gibt verschiedene Aufgaben und Ziele.
Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung.

Veränderungen als Kraftquellen

Und so wie wir jeden Tag manchmal auch nur ein bißchen anders sind,
ist auch das Leben ein kontinuierlicher Veränderungsprozess.
Und es ändert sich auch das, was Kraft gibt.
Wenn ich zurückschaue zu dem Zeitpunkt als mein Fass überlief als ich 27 war und mir ansehe,
wo ich gearbeitet habe, was ich in meiner Freizeit gemacht habe,
wo ich mich gerne aufgehalten habe und mit wem ich gerne zusammen war,
 dann hat das nur noch wenig mit meinem heutigen Leben zu tun.
In etwa so unterschiedlich wie Teil eins und drei von Marvels Ironman
( oder außerhalb des Marvel Universe Teil eins und zwei von Goethes Faust).

Ich bin meine stärkste Kraftquelle

Ich bin meine stärkste Kraftquelle geworden und habe mein Leben so verändert, 
dass es mich richtig aufblühen lässt.
Ich kann ja innerlich noch so sehr mit meinen Kraftquellen in Kontakt sein und spüren,
was ich brauche,
wenn ich es im Außen nicht umsetze und lebe, dann wird das Leben zum Krafträuber.

Die größte Überraschung

Die größte Überraschung war für mich, dass ich herausgefunden habe,
dass ich kein Großstadtmensch bin.
Das hat auch nur 15 Jahre gedauert.
Veränderungsprozesse nehmen sich halt die Zeit, die sie brauchen.

Bewegung als Kraftquelle

Und ich mache jetzt Sport.
In der Schule hatte ich beim Sportunterricht immer meine Tage oder mein Knie tat weh.
Ich war nie Vereinsmensch oder Teamsportlerin. Pferde haben mich mehr begeistert.
Bewegt habe ich mich immer gerne, aber das drumherum passte irgendwie nicht so zu mir.
Über 15 Jahre lang war war mein Sport am Wochenende im Club tanzen.
Nur leider gibt es mir heute wenig Kraft, nachts am Wochenende bis in die Puppen in verrauchten Hipsterkellern herumzuhüpfen.
Dazu hab ich ja oben schon was geschrieben,
wie das so ist mit diesen beständigen Veränderungen im Leben.
Warum Bewegung so eine große Kraftquelle ist, wie sie sich erforschen und aktivieren lässt,
schreibe ich im nächsten Artikel und natürlich Stories aus meinem Leben.

Sacken lassen

Hier kannst du jetzt erstmal diese Story sacken lassen:
  Rien ne va plus Tage, das volle Fass … 
War jetzt ja auch n büschn emotional, vielleicht auch für dich.
Wie gehts dir gerade? Bist du in Kontakt mit dir? Kennst du deine Kraftquellen?
Wenn du jetzt etwas Gutes für dich tun möchtest,
dann spüre noch mal in dich rein, was gibt dir gerade Kraft? 
Und wenn du etwas Gutes für deine Liebsten tun möchtest, dann schicke ihnen diesen Artikel.

Ich wünsche dir einen kraftvollen Alltag

Deine Nana

P.S. Du bist deine stärkste Kraftquelle